
Eigentlich sollte ich mich um 19:30 Uhr auf meinen Code konzentrieren, aber stattdessen starre ich auf eine digitale Seekarte. Es war einer dieser verregneten Dienstagabende im letzten Winter, als ich nach acht Stunden Bugfixing in meiner IDE plötzlich merkte: Ich will keine Fehlermeldungen mehr sehen, sondern Wellen. Seit mein Schwager mich Anfang 2026 auf einen Wochenendtörn an der Ostsee mitgenommen hat, lässt mich die Idee nicht mehr los, selbst am Steuer zu stehen.
Hinweis: Auf diesem Blog tauchen ab und zu Affiliate-Links zu den Kursen auf, die ich gerade selbst durcharbeite. Wenn du darüber buchst, bekomme ich eine Provision — für dich ändert sich am Preis absolut nichts. Ich empfehle hier nur, was ich nach Feierabend tatsächlich selbst auf dem Tablet oder Smartphone offen habe, während ich versuche, meine zwei linken Hände zu koordinieren.
KW 11: Der Schock der 285 Fragen
Mitte März habe ich mich endlich für den Online-Kurs angemeldet. Als Softwareentwickler bin ich es gewohnt, komplexe Systeme zu verstehen, aber der Sportbootführerschein See ist ein ganz anderes Kaliber. Es geht nicht um Logik allein, sondern um 285 offizielle Prüfungsfragen, die man einfach im Kopf haben muss. Dazu kommen beim SBF Binnen nochmal 253 Fragen. Wer denkt, das macht man mal eben am Wochenende, der hat die Rechnung ohne den deutschen Fragenkatalog gemacht.
Mein größtes Problem: Ich habe einen Vollzeitjob in Köln und keine Lust, nach Feierabend noch dicke Lehrbücher durch die Gegend zu schleppen. In der KVB-Linie 18 ist es sowieso schon eng genug – da ist kein Platz für ein DIN-A4-Navigationsbesteck. Also musste eine Lösung für unterwegs her. Ich habe mich gefragt: Was ist die beste SBF See App, mit der ich die Zeit zwischen Neumarkt und Appellhofplatz sinnvoll nutzen kann?
Warum die App das Buch schlägt (besonders bei 11,03 kW)
Früher war die Grenze für den Führerschein bei 5 PS, heute liegt die Schwelle bei 11,03 kW (entspricht 15 PS). Alles, was darüber liegt, erfordert den SBF. Da ich nicht ewig nur mit dem Elektro-Schlauchboot über den Decksteiner Weiher dümpeln will, führt kein Weg an der Theorie vorbei. In meinen Erfahrungen als berufstätiger Anfänger habe ich schnell gemerkt, dass die Disziplin der Knackpunkt ist.
Die Theorie-Prüfung für den SBF See dauert 60 Minuten. Das klingt viel, aber wenn man vor den Navigationsaufgaben sitzt, schmilzt die Zeit dahin. Die App-Nutzung hat für mich einen entscheidenden Vorteil: Das Quiz-Prinzip. Anstatt Texte zu lesen, werde ich direkt abgefragt. Das zwingt mein Hirn, das Material wirklich zu verarbeiten, statt nur drüberzulesen.
Mein Favorit: Der kombinierte Ansatz
Ich nutze aktuell den Sportbootführerschein SBF See-Binnen Online-Kurs inklusive App-Funktion. Warum? Weil See und Binnen einen riesigen Overlap bei den Basisfragen haben. Es ist effizienter, beides zusammen zu lernen, auch wenn man sich am Anfang vielleicht unsicher ist, ob man jemals auf Binnengewässern schippern will.
Die Kosten-Falle: Warum Abos dich langfristig nerven
Hier kommt mein ganz persönlicher Software-Entwickler-Blickwinkel: Viele Apps im App Store locken mit einem kostenlosen Download oder einer günstigen Einstiegsgebühr für einen Monat. Das klingt super, aber als Anfänger mit Schreibtischjob unterschätzt man oft, wie lange man wirklich braucht. In meiner Kostenberechnung für das Selbststudium wurde mir klar: Ein Abo-Modell verursacht langfristig oft höhere Gesamtkosten als eine Einmalzahlung.
Wenn ich drei Monate brauche, um die 285 Fragen sicher zu beherrschen (und mal ehrlich, bei mir sieht Knoten Nummer drei immer noch aus wie ein verfilztes Kopfhörerkabel), zahle ich bei einem Abo jeden Monat drauf. Eine App mit Einmalzahlung wie beim SBF See-Binnen Paket gibt mir die Ruhe, die ich brauche. Kein Zeitdruck, kein schlechtes Gewissen, wenn ich mal eine Woche nur Code statt Kurs gemacht habe.
Tag 30: Knoten am Küchentisch und Navigation in der Bahn
Ende April saß ich in der Bahn und habe zum ersten Mal die Lichterführung der Schiffe fehlerfrei durchgeklickt. Ein kleiner Triumph zwischen zwei Haltestellen. Was die App aber nicht kann: Den Sehtest für mich bestehen oder mir das Gefühl für die Pinne geben. Ich bin kein Segellehrer und habe null medizinische Ahnung, also hört auf mich: Geht rechtzeitig zum Arzt in Köln für das ärztliche Zeugnis. Nichts ist ärgerlicher, als die Theorie im Kopf zu haben, aber an der Bürokratie zu scheitern.
Was ich diese Woche gelernt habe:
- Die Vorfahrtsregeln (Backbord weicht Steuerbord) sitzen langsam.
- Schallsignale sind mein Endgegner – wer merkt sich bitte drei lange Töne bei Nebel?
- Einmalzahlungen bei Lern-Apps sind der Endgegner von Abofallen.
Was ich nochmal anschauen muss: Die Navigation mit dem Kursdreieck auf dem Smartphone-Display ist ein Graus. Dafür werde ich mir wohl doch mal einen echten Kartenausschnitt auf den Schreibtisch legen müssen.
Fazit nach den ersten zwei Monaten
Ich bin noch kein Skipper, bei weitem nicht. Mein Schwager lacht wahrscheinlich immer noch über meine Versuche, eine Spring zu legen. Aber: Mit der richtigen App verliert das Monster namens '285 Prüfungsfragen' seinen Schrecken. Wenn man das Lernen in kleine Häppchen für den Arbeitsweg zerlegt, ist es machbar – selbst für jemanden, der eigentlich nur Tastaturen bedienen kann.
Falls du auch gerade am Anfang stehst und dich fragst, ob du See oder Binnen zuerst machen sollst: Lies hier meinen Vergleich dazu. Am Ende ist es eine Typfrage. Ich fahre mit der Kombi-Lösung am besten, weil ich mir alle Optionen offenhalten will. Schau dir den Kurs von SBF See-Binnen einfach mal an – mir hat er geholfen, die Struktur in das Chaos zu bringen, das in meinem Kopf herrschte, als ich das erste Mal 'Kardinalzeichen' hörte. Aber denkt dran: Die App ist nur die halbe Miete, für die Praxis müsst ihr euch später trotzdem eine Bootsschule am Rhein suchen!