Lichterführung SBF See lernen: Einfache Eselsbrücken für die Theorieprüfung

2026.06.01
Lichterführung SBF See lernen: Eselsbrücken für die Theorieprüfung zum Sportbootführerschein

Rot ist links, Grün ist rechts – mehr ist von meiner ersten Lektion zur Lichterführung im SBF-See-Kurs zunächst nicht hängengeblieben, und selbst das saß nicht wirklich fest. Seit ich mich abends online durch die Theorie zum Bootsführerschein kämpfe, ist genau das mein Problem: Die Theorieprüfung verlangt an dieser Stelle mehr als Bauchgefühl, und auswendig lernen wie eine Passwortliste funktioniert bei mir nicht. Also habe ich angefangen, mir eigene Eselsbrücken zu bauen – für jede Farbe, jede Seite, jedes Licht, das nachts an einem Schiff aufleuchten kann.

Ausgelöst hat das Ganze mein Schwager, der mich Anfang des Jahres zu einem Wochenendtörn an der Ostseeküste bei Eckernförde mitgenommen hat. Seitdem will ich irgendwann selbst am Ruder stehen, und bevor das passiert, muss ich verstehen, warum ein Frachter nachts aussieht wie eine wandelnde Ampelanlage.

Warum ich nach zwanzig Minuten immer wieder aufgegeben habe

Mein erster Plan war simpel: jeden Abend nach der Arbeit eine Stunde lernen, feste Routine, konsequent durchziehen. Nach spätestens zwanzig Minuten bin ich vor dem Bildschirm weggedämmert, jedes einzelne Mal, und die Lichter blieben ein Sammelsurium aus roten, grünen und weißen Punkten, die sich einfach nicht sortieren wollten. Ein Kollege hätte das vermutlich Zeitmanagement genannt; ich nenne es Feierabendmüdigkeit und die Erkenntnis, dass reines Pauken bei mir nicht funktioniert.

Laptop mit Lernunterlagen zur Lichterführung SBF See und handgeschriebenen Notizen zur Theorieprüfung

Rot, Grün und die Logik der Lichterführung

Der Kern der Lichterführung selbst ist eigentlich simpel, auch wenn er sich am Anfang nicht so anfühlt: Backbord ist die linke Schiffsseite und leuchtet rot, Steuerbord ist rechts und leuchtet grün. Die offizielle Grundlage dafür steht in den Kollisionsverhütungsregeln, aber als reines Nachschlagewerk brachte mir das zunächst wenig – geholfen hat erst ein Bild statt eines Paragraphen. Ich denke an einen Schluck Portwein, rot, links, fertig; Steuerbord und Grün verbinde ich über die Ampel, denn Grün heißt fahren, und fahren ist für mich immer die rechte Spur.

Sobald diese zwei Bilder sitzen, kippt auch der Rest um. Sehe ich Rot und Grün gleichzeitig, kommt mir das andere Boot frontal entgegen; sehe ich nur eine der beiden Farben, zeigt es mir seine Seite und fährt an mir vorbei, ohne dass ich etwas tun muss. Diese Bewegungslogik hat mir am Ende mehr geholfen als jede einzelne Eselsbrücke für sich.

KW 6: Der Anruf, bei dem ich mich selbst überrascht habe

In der sechsten Woche hat mich mein Schwager am Telefon gefragt, wer ausweichen muss, wenn sich zwei Boote im rechten Winkel kreuzen – und die Antwort war raus, bevor er den Satz zu Ende gebracht hatte. Das hat mich selbst überrascht, denn in dem Moment habe ich gar nicht bewusst nachgedacht, sondern einfach geantwortet, so als läge das schon lange fest.

Wer die Vorfahrtsregeln im Detail nachlesen will, findet dazu mehr in meinen Vorfahrtsregeln auf See einfach erklärt für SBF Prüfungsfragen Einsteiger, hier soll es aber bei der Lichterführung bleiben – denn ohne die Farben sicher zu erkennen, nützt einem die beste Vorfahrtsregel wenig.

Am Wasser gemeinsam mit Olaf ins Straucheln kommen

Bei der praktischen Ausbildung in Köln übe ich inzwischen zusammen mit Olaf, den ich dort kennengelernt habe. Er bringt aus seinem Job mehr Theoriewissen mit als ich, ist aber bei den Sonderlichtern für Fischereifahrzeuge selbst kurz hängen geblieben – was mir zeigt, dass die Verwirrung am Anfang offenbar nicht nur mein Problem ist.

Die Navigationsaufgaben mit dem Kursdreieck liegen noch vor mir, und mein erster Versuch auf einem Seekartenausschnitt sah eher nach einem verunglückten Geometrie-Hausaufgabenblatt aus als nach einem Kurs, mit lauter Bleistiftschrammen, wo eigentlich eine saubere Linie hätte sein sollen. Zwischendurch bin ich auf die beste SBF See App zum Lernen der Prüfungsfragen umgestiegen, weil mir dort wenigstens erklärt wurde, warum eine Antwort falsch war, und nicht nur, dass sie es war. Schallsignale, Seezeichen und das Mensch-über-Bord-Manöver stehen ebenfalls noch auf meiner Liste, aber die hebe ich mir jeweils für ein eigenes Wochenende auf.

Ob ich am Ende zuerst See oder Binnen abschließe, ist ohnehin eine andere Frage, genau wie die, wie ich das Lernen neben dem Job überhaupt in der Woche unterbringe – beides spare ich mir für andere Einträge auf.

Kursdreieck-Skizze und Lern-App auf dem Tisch bei der Vorbereitung auf die SBF-See Theorieprüfung

Die eine Lehre, die bleibt

Jutta, eine alte Studienfreundin, hat mir letztens geschrieben, dass so ein Lerntagebuch kein perfektes Ergebnis braucht, sondern einen echten Verlauf, Rückschläge inklusive. Genau daran halte ich mich gerade fest, wenn ich merke, dass ich eine Regel zum dritten Mal verwechsle.

Die eine Lehre, die aus dieser Woche hängen bleibt: Verstehen, wie sich ein Licht zur Fahrtrichtung eines Bootes verhält, trägt weiter als jede auswendig gepaukte Liste. Die Verbindung zwischen Farbe und Seite hält inzwischen zuverlässig, auch wenn drumherum noch genug wackelt.

Ich bin weder Segellehrer noch nautisch ausgebildet – das hier sind die Notizen eines Anfängers für andere Anfänger. Wer sich unsicher ist, sollte sich an eine Bootsschule oder direkt ans Wasserschutzamt wenden, bevor er sich aufs Wasser begibt. Und wer gesundheitliche Fragen hat, sollte das ärztliche Zeugnis für den Sportbootführerschein frühzeitig klären, damit am Ende nicht ein simpler Sehtest zwischen einem und der Prüfung steht.

Nächste Woche geht es an die Navigationsaufgaben, mit etwas Glück ohne dass mein Kursdreieck dabei zerbricht.

Mal kurz: Kurz: Was du hier liest, ist meine eigene Sicht -- keine Beratung. Hol dir bei Fragen zu deiner Gesundheit oder deinem Geld immer den Rat einer Fachperson, die deinen Fall wirklich kennt.